Die Beuten - die Bienenwohnung
Die Beuten sind Holzkästen, welche in der Imkerei Magazin genannt werden. Man kann sich dabei die Beute wie ein Hochhaus vorstellen, welches je nach Völkerstärke, Bedarf und Jahreszeit mal einen Raum ( quasi ein Stockwerk ) mehr oder weniger bekommt. In den Beuten wohnen die Bienen das ganze Jahr und diese Kästen stehen das ganze Jahr über im Freien auf Holzböcken. Die unteren Räume sind die Bruträume, in welchen das Volk das ganze Jahr über lebt und sein Brutnest hat. Vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers kommen oben auf die Bruträume die Honigräume. In ihnen bauen die Bienen die Honigwaben und füllen sie nur mit Honig. Wir verwenden keine Brutwaben als Honigwaben, auch wenn viele alte Imker dieses immer wieder zu uns gesagt haben, damit keine Waben beim Schleudern brechen. Dieses ist quatsch, wir haben auch so keinen Wabenbruch und nur in klaren Honigwaben, welche noch nie bebrütet wurden, kann der Honig sein volles unverfälschtes Aroma entfalten.
Bei den Beuten liegt der Unterschied auch darin, dass Bio-Imker nur Holzbeuten verwenden dürfen. Sicher bekommt das Holz dann schnell eine gewisse Patina, man darf aber dann, als Wetterschutz seine Beuten noch mit einem biologischen Öl streichen.
In der konventionellen Imkerei werden dagegen meistens Styroporbeuten verwendet und Schutzfarben eher nach dem Verwendungszweck, als nach den Inhaltsstoffen ausgesucht. Sicher, der Honig kommt nicht direkt mit den Beuten in Berührung, aber die Energiebilanz bei der Herstellung der Styroporbeuten ist deutlich schlechter als bei Holz. Zusätzlich schont Holz die Ressourcen. Im Gegensatz dazu wird Styropor aus Erdöl hergestellt und verursacht später bei einer möglichen Entsorgung auch diverse giftige Abgase.