BIO-BIENE die ökologische Imkerei im Elbe-Weser-Raum

Das Wachs und die Rähmchen

Die Bienen benötigen in ihrem Zuhause Waben, auf denen sie leben. Diese Waben sind aus Wachs hergestellt, welches die Bienen selber produzieren, indem sie es aus speziellen Drüsen ausschwitzen. In den Waben lagern die Bienen dann ihre Vorräte aus Honig und Pollen ein und in ihnen legt die Königin auch ihre Eier ab, aus denen sich dann die jungen Bienen entwickeln.

Damit wir Imker den Honig ernten und die Bienenvölker pflegen können, ist der Wabenbau im Magazin beweglich gehalten. In den Magazinen sind Holzrahmen - die Rähmchen gehängt, in welche dann die Bienen ihre Waben bauen. Damit die Waben beim Honigschleudern nicht brechen, sind Edelstahldrähte in der Mitte des Rähmchens gespannt. Auf diesen Drähten lötet der Imker dann Wachsplatten - die Mittelwände ein. Diese Wachsplatten haben dabei ein vorgeprägtes Wabenmuster, auf denen die Bienen dann die Waben ausbauen. 

Biolandimker dürfen in ihrer Imkerei nur Bio-Mittelwände aus ihrem eigenen Wachs einsetzen. Dafür müssen sie einen eigenen Wachskreislauf aufbauen. Altwachs wird aus dem Betrieb genommen, auch wenn die Qualität über konventionellem Wachs liegt ( wäre EG-Bio-Wachs ). Für die Mittelwände dürfen sie nur Entdeckelungs- oder Drohnenwachs verwenden, welches nie oder nur einmal bebrütet wurde ( Biolandwachs ). Dieses Wachs schmelzen sie dann ein, klären und desinfizieren es und gießen ihre Wachsplatten, die Mittelwände daraus.

Natürlich wird sich ein Honigkunde erst einmal fragen: warum benötigt der Bio-Imker Bio-Wachs?

Da alle Bienen Milben - Varoamilben haben, müssen Imker etwas dagegen tuen, da sonst die Völker sterben würden. In der konventionellen Imkerei werden daher seit dem Auftreten der Milben im Jahr 1976, chemisch synthetische Mittel eingesetzt. Diese Mittel/Akredizide werden über die Bienen gegossen oder verdunsten aus einem Trägermaterial. Alle diesen Akrediziden ist eines gleich, sie reichern sich im Wachs des Volkers an und können nicht herausgefiltert werden. Daher sind in den konventionellen Mittelwänden, wie sie im Imkerhandel angeboten werden, diese Mittel nachweisbar. Selbst wenn alle Imker sofort auf diese Gifte verzichten würden, sie wären noch über Jahre im Wachs der Mittelwände nachweisbar, da man sie nicht entfernen - höchstens verdünnen kann. Dieses führte in den letzten Jahren dazu, dass  Händler Bienenwachs mit chemisch synthetischem Wachs vermischten und als Bienenwachs verkauften.

Doch mit der Verunreinigung des Wachses nicht genug. Wenn die Waben später von den Bienen mit Honig gefüllt werden, dann bleiben diese Chemikalien nicht im Wachs gebunden, nein, sie diffundieren ( wandern ) vom Ort der höheren Konzentration zum Ort der geringeren Konzentration - dem Honig und dort reichern sie sich dann an. Da hilft es auch nichts, wenn Imker darauf verweisen, dass sie die Völker erst nach der Honigernte mit den Mitteln bearbeiten, denn das Gift ist schon im Volk.

Ausschließen lassen sich diese Verunreinigungen nur, wenn man an Stelle des konventionellen Wachses, Mittelwände aus Bio-Wachs einsetzt. Auch dürfen die Holzrähmchen noch nie mit Akrediziden verunreinigt worden sein. Sicher gibt es auch Imker, die nicht bio sind und doch ihren eigenen Wachskreislauf haben und es vor Verunreinigungen schützen. Doch wurde wirklich einmal ein break gemacht ? Die Sicherheit wird für Sie als Kunden, erst durch die unabhängigen Prüfstellen in der Bio-Imkerei gewährleistet.

Bei uns wird jedes Jahr der Honig und das Wachs durch die Kontrollstelle DE-ÖKO-006 geprüft. Dabei wird u.a. auf Akedizide, Mittel zur Wachsmottenbekämpfung, Wassergehalt und Wärmeschäden kontrolliert. Diese Kontrollen haben natürlich ihren Preis, doch die Sicherheit des Kunden ist es uns wert.