Diana gießt neue Mittelwände aus unserem Bioland-Wachs. Der eigene Wachskreislauf hilft uns Rückstände jeglicher Art zu vermeiden.  Unser Altwachs geht aus dem Betrieb raus und wir benutzen nur Jungfernwachs aus Entdeckelungswachs oder Drohnenrahmen . Somit sind wir sicher, es kann keine Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln im Wachs und somit im Bienenstock geben.

Bienenwachs und Rähmchen

 

Die Bienen benötigen in ihrem Zuhause Waben, auf denen sie leben. Diese Waben sind aus Wachs hergestellt, welches die Bienen selber produzieren, indem sie es aus speziellen Drüsen ausschwitzen. In einzelnen Zellen der Waben lagern die Bienen dann ihre Vorräte aus Honig und Pollen ein. Zudem legt die Königin in ihnen ihre Eier ab, aus denen sich dann die jungen Bienen entwickeln.

 

Damit wir Imker den Honig ernten und die Bienenvölker pflegen können, ist der Wabenbau im Magazin beweglich gehalten. In den Magazinen sind Holzrahmen, die sogenannten Rähmchen, gehängt, in welche die Bienen ihre Waben bauen. Damit die Waben beim Honigschleudern nicht brechen, sind Edelstahldrähte in der Mitte des Rähmchens gespannt. Auf diesen Drähten lötet der Imker dann Wachsplatten, die Mittelwände, ein. Diese Wachsplatten haben ein vorgeprägtes Wabenmuster, auf denen die Bienen dann die Waben ausbauen.

 

Biolandimker dürfen in ihrer Imkerei nur Bio-Mittelwände aus eigenem Wachs einsetzen. Dafür müssen sie einen eigenen Wachskreislauf aufbauen. Altwachs wird aus dem Betrieb genommen, auch wenn die Qualität über der von konventionellem Wachs liegt (wäre EG-Bio-Wachs). Für die Mittelwände dürfen sie nur Entdeckelungs- oder Drohnenwachs verwenden, welches nie oder nur einmal bebrütet wurde (Biolandwachs). Dieses Wachs schmelzen sie dann ein, klären und desinfizieren es und gießen ihre Wachsplatten, die Mittelwände, daraus.

 

Natürlich wird sich ein Honigkunde erst einmal fragen: Warum benötigt der Bio-Imker Bio-Wachs?

 

Da alle Bienenvölker von (Varroa-) Milben befallen sind, müssen Imker etwas dagegen tun, da die Völker andernfalls sterben würden. In der konventionellen Imkerei werden daher seit dem Auftreten der Milben im Jahr 1976 chemisch synthetische Mittel eingesetzt. Diese Mittel (Akarizide) werden über die Bienen gegossen oder verdunsten aus einem Trägermaterial. Allen diesen Akariziden ist eines gleich: sie reichern sich im Wachs des Volkes an und können nicht herausgefiltert werden. Daher sind diese Mittel in den konventionellen Mittelwänden, wie sie im Imkerhandel angeboten werden, nachweisbar. Selbst wenn alle Imker sofort auf diese Gifte verzichten würden, sie wären noch über Jahre im Wachs der Mittelwände nachweisbar, da man sie nicht entfernen, sondern höchstens verdünnen, kann. Dieses führte in den letzten Jahren dazu, dass Händler Bienenwachs mit chemisch synthetischem Wachs vermischten und als Bienenwachs verkauften.

 

Doch mit der Verunreinigung des Wachses nicht genug. Wenn die Waben später von den Bienen mit Honig gefüllt werden, dann bleiben diese Chemikalien nicht im Wachs gebunden, nein, sie diffundieren (wandern) vom Ort der höheren Konzentration zum Ort der geringeren Konzentration - dem Honig und reichern sich dort an. Da hilft es auch nichts, wenn Imker darauf verweisen, dass sie die Völker erst nach der Honigernte mit den Mitteln bearbeiten, denn das Gift ist schon im Volk.

 

Ausschließen lassen sich diese Verunreinigungen nur, wenn man an Stelle des konventionellen Wachses, Mittelwände aus Bio-Wachs einsetzt. Auch dürfen die Holzrähmchen noch nie mit Akariziden verunreinigt worden sein. Sicher gibt es auch Imker, die nicht bio sind und doch ihren eigenen Wachskreislauf haben und es vor Verunreinigungen schützen. Doch wurde wirklich einmal ein break gemacht? Die Sicherheit wird für Sie als Kunden, erst durch die unabhängigen Prüfstellen in der Bio-Imkerei gewährleistet.

 

Bei uns wird jedes Jahr der Honig und das Wachs durch die Kontrollstelle DE-ÖKO-006 geprüft. Dabei wird u.a. auf Akarizide, Mittel zur Wachsmottenbekämpfung, Wassergehalt und Wärmeschäden kontrolliert. Diese Kontrollen haben natürlich ihren Preis, doch die Sicherheit des Kunden ist es uns wert.