Wir sind Landimker und stolz darauf ! Aber passt dieses, wo es doch gerade sehr modern ist, in die Städte zu gehen und dort zu imkern?

 

Bis jetzt war es ein Gefühl, welches uns dazu gebracht hat. Wir wollten dass unsere Bäume, Sträucher und Blumen im Landkreis bestäubt werden, da ihre Früchte und Samen die Nahrung für viele Wildtiere sind, welche in der Form ja nicht mehr in der Stadt vorkommen. Zusätzlich sind unsere Bienen Nahrungsgrundlage für viele Ameisen und Insekten, wenn sie am Lebensende auf dem Boden zurück bleiben.

Nun fanden Wissenschaftler aber eine weitere Begründung, warum es den Bienen auf dem Land besser geht. Die Ursache liegt in den Duftmolekülen der Pflanzen. Diese zerfallen, wenn sie mit Schmutzpartikeln in der Luft reagieren. Ozon ist dabei ein guter Indikator. Ohne Ozon brauchen Bienen ca. 10 Min. um den Geruch einer Nahrungsquelle zu finden. Bei einem Ozonwert von 20ppm brauchen sie für die selbe Leistung schon 180 Min., dabei wird der Schwellenwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit von 60ppm oft überschritten. Also, selbst wenn Nahrung in der Stadt zu finden sein sollte, die Bienen haben es viel schwerer sie zu finden. Dabei finden sie in der Stadt eher mehr Honigtau als Nektar von den Blüten.

Monatshinweise zur Imkerei, den anfallenden Arbeiten, der Königinnenzucht und zu allen wichtigen Themen unserer Bienen

Liebe Imkerinnen und Imker!

Nachdem die Tage wieder länger werden, kommt nicht nur erstes Leben zurück in die Völker, sondern man freut sich schon auf die neue Saison und möchte loslegen.

An den Völkern ist nicht wirklich etwas zu tuen. Wir haben heute nach zwei Sturmtagen kontrolliert ob alle Deckel sitzen oder Äste auf die Völker geflogen sind. Wer schon Schnee hat, sollte die Fluglöcher im Auge behalten, dass sie nicht vereisen. Dieses ist dann wichtig, falls der Boden geschlossen ist und Anflugbretter genutzt werden. Unsere Völker sind alle am Boden offen und nur ein Teil verfügt über Anflugbretter. Da es in den letzten Wochen schon sehr warm war, sind viele Völker schon in Brut gegangen. Wir sehen dieses immer daran, dass erste Flugbienen am Terassenteich Wasser holen. Leider bleiben immer ein paar Damen auf dem Wasser liegen, da dieses noch so kalt ist. Wir fischen sie dann mit einem Kescher ab und legen sie in der Stube auf ein Handtuch zum Trocknen. Man denkt die Bienen sind tot, doch innerhalb kurzer Zeit erwachen sie zu neuem Leben und warten am Fenster dass wir sie hinaus lassen. Manchmal sicher mühsam, aber wir lieben unsere Mädels und Zeit ist da.

Wichtig ist jetzt aber, dass wir aufpassen, dass immer genug Futter in den Völkern ist. Wer also seinen Spaziergang zu den Völkern macht, sollte sie ruhig kurz auf einer Seite anheben und das Gewicht im Auge behalten. Ist ein Volk auffällig leicht, dann sollte man überlegen, ob nicht in den schwersten Völkern 1-2 Futterwaben entnommen werden können, damit wir alle Völker erhalten. Es sind oft die besten Völker, die zu leicht werden, da sie vielleicht im Herbst noch sehr viel gebrütet haben.

Falls man ein Volk hat, was sehr klein ist und man sich unsicher ist, ob es den Winter überleben wird, dann einfach über Absperrgitter auf ein starkes Volk setzen - ohne Zeitung etc. . Man wundert sich, wie sich dieses Volk in der nächsten Zeit entwickelt. Die Bienen von unter helfen oben aus und man hält sich gegenseitig warm. Dazu brüten dann zwei Königinnen und zur Frühtracht teilt man die Doppelvölker wieder und jeder wird erstaunt sein, wie sich die Bienen gegenseitig geholfen haben.

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